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24./25.Mai 2013 - 250 Jahre russlanddeutsche Kultur und Geschichte - Texte und Bilder

Wissenschaftliche Konferenz „Russlanddeutsche im Wandel der Zeit“

Zusammenfassung der Konferenz durch Dr. Edgar Flick

Dr.Edgar Flick,IRWA

Wissenschaftliche Konferenz „Russlanddeutsche im Wandel der Zeit“


Die wissenschaftliche Konferenz mit dem Motto „Russlanddeutsche im Wandel der Zeit“ wurde vom Verein IRWA und der Stiftung Gerhardt-Hauptmann-Haus am 24. - 25.Mai 2013 in Düsseldorf, aus Anlass des  250. Jahrestages des Einladungsmanifestes der Zarin Katharina II vom 22.Juli 1763, veranstaltet.
In drei Sektionen trugen deutsche- und russlanddeutsche-, sowie russische Wissenschaftler, verschiedene  Aspekte der 250-jährigen Geschichte, Kultur  und der Integration der Russlanddeutschen in den letzten 20 Jahren vor. Referenten waren die in Deutschland und  Russland bekannten Wissenschaftler: Prof. Dr. Inge Auerbach aus Marburg, Prof. Dr. Victor Dönninghaus aus Lüneburg, Dr. Daniel Dorsch aus Berlin, Prof. Dr. Annelore Engel-Braunschmied aus Kiel, Prof. Dr. Hartmut Fröschle aus Stuttgart, Prof. Dr. Viktor Kirillov aus Nizhniy Tagil (Ural, Russland), Dr. Viktor Krieger aus Heidelberg, Dr. Katharina Neufeld aus Detmold, Dr. Tamara Tschernova aus Berlin, Prof. Dr. Irina Tscherkazjanova aus Sankt Petersburg und Prof. Dr. Waldemar Vogelsang aus Trier. Die Vorbereitung der Konferenz  nahm ein   ganzes Jahr in Anspruch, wobei die aktive Mithilfe von Dr. V. Krieger besonders hervorzuheben ist.

Im Mittelpunkt der Tagung  der russlanddeutschen und deutschen Experten aus Wissenschaft, Kultur und Geistlichkeit  stand die Frage, wie wir heute Geschichtserfahrungen der Deutschen aus Russland (von der Auswanderung nach Russland bis zur Rückkehr nach Deutschland) und die vielen Fragen der Integration und Kooperation zwischen Russlanddeutschen und zivilgesellschaftlichen Akteuren verbinden können.
Deutlich wurde, dass russlanddeutsche Geschichte  nicht nur Teil der russischen Geschichte, sondern auch Teil der deutschen Geschichte ist. Vor 250 Jahren, nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges und  dem Einladungsmanifest der Zarin Katharina II vom  22Juli 1763, hatte die  große Einwanderung der Deutschen nach Russland ihren Anfang genommen. Die Deutschen haben in den vergangen 250 Jahre eine wichtige Rolle beim Aufbau in verschieden gesellschaftlichen Bereichen Russlands (Landwirtschaft, Industrie, Geologie, Medizin, Architektur usw.) eingenommen. In Russland übernahmen die deutschen Siedler wichtige wirtschaftliche, kulturelle und soziale Aufgaben. Sie trugen maßgeblich zur landwirtschaftlichen, wirtschaftlichen, städtebaulichen und schulischen Entwicklung des Landes bei.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kehrten die Nachkommen deutscher Siedler nach Deutschland, das Land ihrer Vorfahren, zurück. Inzwischen sind das ca. 3 Millionen russlanddeutsche Aussiedler und Spätaussiedler.Die Zahl der eingewanderten Russlanddeutschen kann man vergleichen mit der Zahl der Einwohner der drei Baltländer-Litauen, Estland und Letland oder mit der Zahl der Einwohner im Luxemburg.

Für viele staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure sind die Russlanddeutschen inzwischen zu wichtigen Kooperationspartnern in den Bereichen Integration, Kultur, Ehrenamt usw. geworden. Mit der allgemein stetig wachsenden Bedeutung einer gelungenen Integration von Мenschen mit Migrationshintergrund stiegen das Interesse an den Russlanddeutschen, aber auch die Erwartungen an sie.
Nach Deutschland  sind  ca. 30 000 russlanddeutsche Wissenschaftler eingereist. Nur ein Teil von ihnen   konnte  in ihrem Fachbereich eingestellt werden.  Viele unserer Wissenschaftler, die nach USA, England, Holland und in andere Staaten übersiedelten, haben in ihrem Fachbereich eine Arbeitsstelle bekommen. Zum Beispiel  unser Landsmann, Dr.-Ingenieur  Anatolie Rosenflanz in den USA, Nobelpreisträger 2010 und der Physiker, Professor Andreas Heim in Holland, dessen Eltern in Deutschland als Aussiedler wohnen. Nach unserer Meinung ist das Potenzial russlanddeutscher Wissenschaftler aber in Deutschland nicht genügend  ausgeschöpft  worden.

Natürlich gibt es auch Beispiele, in denen  unserer Wissenschaftler erfolgreich in ihren Berufen arbeiten. Der Physiker Professor Dr. Hermann Boos an der Uni Wuppertal, Dr. Ing. Nikolaus Neuberger an der Uni Stuttgart, Dr.Viktor Laukart bei einer Firma in Hamburg, Dr.-Ing. Alexander Morasch bei einer Firma in Gelsenkirchen, Professor  Dr.med. Albert Hagelganz an der  Uni Dresden. Der Bergbauingenieur Dr. Viktor Böpflug ist mit der von ihm  gegründeten Firma DEMETA  in Berlin tätig.

Fotos zur Veranstaltung

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Dr.Viktor Kießling,Marina Gräfin zu Dohna
Vortrag über deutsche Siedlungen in der Nähe von St. Petersburg
Prof.,Dr. Viktor Kirillov
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Prof.,Dr. Waldemar Vogelgesang, Dr.Daniel Dorsch, Prof.,Dr.Annelore Engel-Braunschmidt
Dr.T.Tschernova
Prof.,Dr.V. Dönninghaus
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Prof.,Dr.I.Tscherkazjanowa
(Eisenbraun mit Teilnehmer der Konferenz) Dr.Wendelin Mangold,Dr.Edgar Flick, Dr. Katharina Neufeld, Waldemar Eisenbraun, Agness Gossen-Giesbrecht, Dr.Viktor Krieger, Alexander Kühl
Prof.,Dr. V.Kirillov und  Dr.V.Kießling

Unser Film zur Veranstaltung

Artikel und Dokumente zur Veranstaltung

Zusammenfassung der Konferenz durch Dr.Wendelin Mangold (Mai 2013). PDF-Link

Artikel "Internationale Konferenz zum 250. Einwanderungsjubiläum" von Dr.V.Krieger. PDF-Link

Zusammenfassung der Konferenz durch E. Eichelberg (Russisch) (Mai 2013). PDF-Link