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WILHELM PAULS

WILHELM PAULS
Wilhelm Pauls wurde am 15. 11. 1938 in Leninpol, Kirgisien, geboren. Nach dem Abschluss der Mittelschule im Jahre 1956 bestand er die Aufnahmeprüfung in die Bergbauhüttenfachschule Tschimkent, Kasachstan, wo er zum Bergbauelektromechaniker ausgebildet wurde. Nach erfolgreichem Abschluss der Fachschule im März 1959 wurde er an eine Kupfermine in Dsheskasgan berufen; dort war er in leitender Position im Bereich Wasserentsorgung tätig.

Im November 1959 folgte die Einberufung zum Militärdienst, von dem er im Sommer 1962 beurlaubt wurde, um an der Aufnahmeprüfung zum Studium an der Polytechnischen Hochschule Taschkent, Usbekistan, teilzunehmen. Er bestand diese Prüfung und wurde - dem damaligen Reglement entsprechend - aus der Armee entlassen, um sein Studium im Fachbereich Bergbauelektromechanik aufzunehmen. Entsprechend eines Erlasses der Parteileitung wurde die Fakultät im Jahre 1963 in die Stadt Almalik verlegt, um näher an den Bergbaubetrieben zu sein.

Im Jahre 1967 schloss Wilhelm Pauls sein Studium als Bergbauingenieur (Fachrichtung Elektrik) mit Auszeichnung ab. Seinen ersten Arbeitsplatz fand er in einer Bleimine in Altin-Topkan, wo er schon als Student praktische Erfahrung sammeln konnte.

Anfang 1968 erfolgte die Versetzung in einen Wasserversorgungsbetrieb. Von 1972 bis 1974 war er Chef-Ingenieur eines Stahlkonstruktionswerkes; anschließend wurde er tätig im Bereich der Netz- und Stromverteilerstationen des Bergbaukombinats Almalik. Dort war er von 1978 bis 1998 stellvertretender Leiter der Abteilung, ab 1998 deren Leiter. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit unterrichtete er von 1972 bis 1999 Stromversorgung an einer Fachschule.

Im August 1999 siedelte Wilhelm Pauls nach Deutschland über.

Seitdem engagiert er sich im Kreisverband Bochum der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Beratung und Betreuung im sozialen und kulturellen Bereich sind ihm Verpflichtung, der er gerne nachkommt, um seinen Landsleuten den Einstieg in die neue Gesellschaft zu erleichtern.

Auch wenn der Strom der Einreisenden in den letzten Jahren abgenommen hat, so ist die Beratung noch immer notwendig und aktuell, meint Wilhelm Pauls.