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obhAlbert Obholz, 15.09.1936 im Dorf Truussowka (Rayon Kormilowski, Gebiet Omsk) in der Familie russlanddeutscher Katholiken.Dr.med., Mikrobiologe,Professor. Seine Eltern stammen aus der Kolonie Mariental an der Wolga. Die Hungersnot und die zwangsweise Kollektivierung der Bauern im Sowjetstaat zwangen die Eltern, das Wolgagebiet zusammen mit den Kindern zu verlassen und sich 1933 in Sibirien niederzulassen. In der Siedlung Omski (Zuchtbetrieb Omski) beendete Albert 1955 die Mittelschule (mittlere Reife). Nach dem Armeedienst studierte er seit 1959 an der Medizinischen Hochschule Omsk. Nach dem Abschluss wurde Obholz an das Wissenschaftliche Forschungsinstitut für Infektionspathologie des Gebiets Tjumen beordert, wo er bis 1968 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Im gleichen Jahr ließ er sich zur sanitär-epidemischen Station des Landkreises Chanty-Manssijsk versetzen.   Während der Berufstätigkeit als Arzt-Mikrobiologe sammelte Obholz Material für seine Kandidatendissertation. Im Jahre 1970 kehrte er zurück nach Omsk. Hier arbeitete er an der Medizinischen Hochschule Omsk, zuerst als Leiter der Abteilung Aspirantur und klinische Ordinatur. Danach wechselte Obholz zum Lehrstuhl Mikrobiologie, wo er insgesamt 27 Jahre tätig war und alle Stufen vom Assistenten bis zum Lehrstuhlleiter durchlief.   1973 verteidigte er seine Kandidatendissertation, 1990 promoviert er und erwarb die Doktorwürde: Albert Obholz ist Professor, Doktor der medizinischen Wissenschaften. Er hat mehr als 100 wissenschaftliche Abhandlungen veröffentlicht, einige von ihnen sind Klassiker geworden. Obholz ist Autor der Monographie „Mikrobiologie und Immunologie der Muttermilch“ (Omsk, 2000). Er ist außerdem Redakteur von drei wissenschaftlichen Sammelbänden. In den 90er Jahren engagierte er sich in der deutschen nationalen Bewegung in Russland, war seit 1990 Mitglied der Organisation der Russlanddeutschen „Wiedergeburt“ und in ihren örtlichen und zentralen Gremien vertreten. Obholz war Delegierter und Teilnehmer nahezu aller Kongresse und zwei Konferenzen der Russlanddeutschen. In den Jahren 1993-1998 war Obholz Präsident des „Deutschen Klubs namens F. Stumpf“.Im März 1990 wurde Albert Obholz auf alternativer Basis in den Omsker Gebietssowjet gewählt, wo er die Kommission für sittliche und geistige Entwicklung leitete. 1993 gab er sein Mandat zurück aufgrund des bewaffneten Konfliktes zwischen der exekutiven und repräsentativen Macht in Russland.    Seit April 1998 lebt er in Deutschland, im Bundesland Rheinland-Pfalz. Er ist Autor des Zweibandes „Russische Schriftsteller und die Deutschen Russlands“, 2010-2011 im Verlag BMV Robert Burau erschienen, sowie von Skizzen und Beiträgen zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen.    Im November 2011 wurde seine  Buch „Die Kolonie Mariental an der Wolga“ veröffentlicht, Herausgeber HFDR e.V. Nürnberg.

a.obholz@hotmail.de