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Hagelganz, Albert,geb. am 27. Mai 1942 in Buschuewo, Tyumen (Russland), ist Wissenschaftler auf den Gebieten der Biologie und Medizin. 1982 erlangte er seinen Doktortitel im Bereich der Biologie, ab 1985 übte er eine Professur an höherer Zertifikations-Kommission für Wissenschaftliche Graduierung (WAK, Moskau) aus. 2003 wurde ihm in Deutschland der akademische Grad Dr. rer. nat. habil. anerkannt. Albert Hagelgans stammt aus einer Familie von Wolgadeutschen, die 1941 nach Sibirien deportiert wurde. Ab 1956 lebte er in Angren (Usbekistan). 1966 schloss Albert Hagelgans sein Studium mit Auszeichnung an der Biologischen Fakultät der staatlichen Universität in Taschkent ab. Erfolgreiche Forschungen auf dem Fachgebiet der Bioenergetik bildeten die Grundlage für seine Dissertation, die er 1970 am akademischen Institut für Biochemie in Taschkent verteidigte. Ab 1970 arbeitete er als Junior-, ab 1972 als Senior Wissenschaftler und in 1977 - 1985 leitete er das Forschungslabor für Biophysik von Membranen am Institut für Biochemie. Aufgrund seiner Forschung über die Regulation des Kalzium Transports durch biologische Membranen wurde er im Jahr 1982 habilitiert. 1985 wurde er Professor auf dem Fachgebiet der Biophysik. Von 1986 bis 2001 leitete er die Abteilung für Biophysik an der staatlichen Universität in Taschkent. Er hielt Vorlesungen zur "Allgemeinen Biophysik" sowie eine Reihe von speziellen Kursen u.a. zu den Themen "Photobiologie", "Bioenergetik" und "Biophysik von Membranen". Als anerkannter Experte im Fachgebiet der Biophysik von Biomembranen organisierte Albert Hagelgans die Forschung komplexer wissenschaftlicher Probleme. Als Professor betreute er zahlreiche Dissertationen. Seine Lehrlinge arbeiten heute erfolgreich als Wissenschaftler und Dozenten u.a. in den USA, England, Australien, Israel, Deutschland, Polen, Russland und Usbekistan. Er veröffentlichte etwa 190 Beiträge in sowjetischen und ausländischen wissenschaftlichen Zeitschriften, sowie 7 Patente, 3 Monographien und mehrere Lehrbücher. Die Monografie „Der aktive Ionen-Transport durch biologische Membranen“, welche er zusammen mit Bek Tashmuchamedov verfasste, war die erste, die zu diesem Thema in der UdSSR erschien. Die Monografie „Schilddrüsenhormone“, die in gemeinsamer Arbeit mit Yalkin Turakulov und anderen entstand, wurde in English übersetzt und erschien in den USA. Zu seinen wissenschaftlichen Leistungen gehören die Entdeckung von neuen natürlichen und synthetischen Ionophoren, die Forschung zur Oszillationskinetik des Strontium-Ionentransports durch die Membranen von Mitochondrien sowie die Beschreibung der Wirkmechanismen verschiedener biologisch aktiver Substanzen. Neben der Forschung und der Lehre engagierte sich Albert Hagelgans seit jeher in der höheren Zertifikations-Kommission für Wissenschaftliche Graduierung (WAK) sowie im Staatlichen Komitee für Wissenschaft und Technik. Darüber hinaus war er Mitglied in entsprechenden wissenschaftlich-methodischen Räten und in Dissertationsräten. 2001 reiste er mit seiner Familie nach Deutschland. Seit 2003 arbeitet er als Wissenschaftler am Uniklinikum der Technischen Universität Dresden. Hier untersucht Albert Hagelgans Zellsignalwege und Genfunktionen, welche bei der Krebsentstehung eine Rolle spielen, z.B. die Mechanismen, welche an der „Ausschaltung“ von Tumorsuppressor-Genen beteiligt sind. Es handelt sich um aktuelle Probleme der heutigen Biologie und Medizin, die zurzeit noch nicht vollständig verstanden sind. Die Ergebnisse dieser Studien aus dem Zeitraum 2003 – 2013 sind in mehr als 15 Publikationen für internationale wissenschaftliche Zeitschriften sowie in 2 Patente eingeflossen.

Pfotenhauerstr. 15
01307 Dresden
Telefon 0351-4466237

albert.hagelgans@gmail.com