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Jahrbuch 2013




Jahrbuch 2013 "Russlanddeutsche Wissenschaftler in Deutschland"


Russlanddeutsche Geschichte ist Teil nicht nur der russischen Geschichte, sondern auch der deutschen Geschichte.
250 Jahre zurück, nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges und dem Manifest der Zarin Katharina II vom 22Juli 1763 hatte die massenhafte Einwanderung nach Russland stattgefunden. Die Deutschen haben in den vergangen 250 Jahre eine wichtige Rolle beim Aufbau in verschieden Branschen(Landwirtschaft,Industrie, Geologie,Medizin,Architektur u.s.w) gespielt. In Russland übernahmen die deutschen Siedler wichtige wirtschaftliche, kulturelle und soziale Aufgaben. Sie trugen maßgeblich zur landwirtschaftlichen, wirtschaftlichen, städtebaulichen und schulischen Entwicklung des Landes bei.

Schon 1724 hatte Peter der Große mit Hilfe der deutschen Wissenschaftler die erste Akademie der Wissenschaft in der Hauptstadt des russischen Zarenreiches Sankt-Petersburg gegründet. Von den 13 Akademiemitglieder waren 9 Deutsche: Philosophe G.B.Billfinger, Rechtswissenschaftler J.S.Beckenstein, Chemiker M.Bürger, Philologe G.S.Bayer, Historiker J.Chr. Kohl, Mathematiker J.Chr.Goldbach und Chr.Martini, Anatom J.G.Duvernois, Botaniker J.Chr. Bucksbaum. Die Deutschen haben einen wichtigen Beitrag in den 250 Jahren zur Entwicklung der Wissenschaft Russlands geleistet.Viele von diesen Forscher wurden weltbekannt und hatten gute Beziehungen mit den Forscher in Deutschland. In der Stalinistischen Diktatur konnten nur wenige am Leben bleiben, aber nach dem Tod des Diktators in begrenzten Grenzen konnten die deutschen Wissenschaftler ihre Forschungen weiter durchführen.

Nachkommen deutscher Siedler kehrten in den letzten 20 Jahren, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion , nach Deutschland, das Land der Vorfahren, zurück. Das sind ca. 3 Millionen russlanddeutsche Aussiedler und Spätaussiedler, unter denen 250 000 Akademiker und 30 000 Wissenschaftler einreisten.

Von den Eingewanderten russlanddeutschen Wissenschaftler, die ein großes Potenzial für die Bundesrepublik darstellen, kann man Heute einige Namen in verschiedenen Bereichen nennen:

• im Kulturbereich- Musikforscher Dr .J. Buchholz, Dichter Dr. V. Heinz und Dr. W.Mangold, Historiker Dr. A.Eisfeld, Dr .A.Bosch und Dr.V.Krieger, Literaturforscher K.Ehrlich
• im Medizinbereich - Kardiologe Prof.Dr. A. Lichtenberg, Arzt-Hygienist Dr.Frasch,, Arzt-Mikrobiologe Dr. A. Obholz, Psychotherapeute Dr.J.Klassen
• im Maschinenbaubereich-Dipl.Ingenieure Dr.A.Morasch,Dr.V. Laukart, Dr.S.Sehr, Dr.N.Neuberger
• im Bergbau- und Geologiebereich- Bergbauingenieur Dr.V.Bösflug,Geologen Dr.J.Neifeld und Dr.H.Wirth
• im Naturwisenschaftbereich – Biophysiker Prof.,Dr. A.Hagelganz, ,Physiker R. Frick, Dr.A.Bechert und Dr.H.Boos


Russlanddeutscher Physiker Andre Heim wurde 2009 Nobelpreisträger im Physikbereich. Nur die Wenigsten von der bundesdeutschen Öffentlichkeit; Behörden und Unternehmer, sowie von unseren Landsleute wissen davon. Gegen dieses Versäumnis möchte Verein zur Integration der russlanddeutschen Wissenschaftler und Akademiker e.V. ( Verein IRWA ) mit einem gezielten Projekt über die russlanddeutschen Wissenschaftler angehen.

Ziel des Projektes ist zu zeigen welche Erfolge diese Deutschen in Russland hatten und welche positiven berufliche Eigenschaften Sie nach Deutschland gebracht haben. Zielstellung sollte durch Vorbereitung und Veröffentlichungen der Lebensleistungen dieser Fachleute auf dem Gebiet der Wissenschaft in zwei Stufen durchgeführt werden:

1. Gründung auf der IRWA-Seite www.irwa-v.de eines Jahrbuches 2013 „ Russlanddeutsche Wissenschaftler in Deutschland “ 2. Vorbereitung auf Basis des Jahrbuches 2013 eines Lexikon „Russlanddeutsche Wissenschaftler in 250 Jahren“.

Damit möchten wir der deutschen Öffentlichkeit zeigen, was für hervorragende Wissenschaftler in die Bundesrepublik eingereist sind und was für Potenzial nicht ausgenutzt wurde. In der IRWA- Liste sind nur 100 Adressen von unseren Wissenschaftler. Einige von denen sind Mitglieder IRWA, die Anderen haben sich in verschiedenen Jahren schriftlich oder per Telefon mit verschiedenen Beratungsfragen (Anerkennung des Diploms und Titel, Arbeitssuche) gemeldet .Wir erwarten, das bei unseren Projekt auch die anderen eingereisten russlanddeutsche Wissenschaftler sich melden. Zur Teilnahme am Projekt brauchen wir von unseren Wissenschaftler eine kurze Lebens-und Tätigkeitsbeschreibung in seinem Fachbereich in Deutsch und Russisch mit einem Personalfoto. Einige unsere Wissenschaftler haben sich schon bei diesem Projekt gemeldet. Gleichzeitig möchten wir von unseren Fachleuten erfahren, welche Probleme bei der beruflichen Integration sind entstanden und was sollte man vornehmen, um diese Probleme zu lösen. Das könnte uns behilflich sein bei der Vorbereitung entsprechender Maßnahmen für die Verbesserung der beruflichen Integration der Spätaussiedler. Der Stolz und Ruhm eines Volkes oder einer Volksgruppe sind ihre Kultur-und Wissenschaftsleistungen. Die Veröffentlichungen über die deutschen Wissenschaftler aus Russland sollten die Wiederherstellung des Selbstbewußtseins der russlanddeutschen Wissenschaftler und einen Beitrag zur Förderung der Integration dieser Fachleuten in Deutschland leisten. Und das möchten wir mit unseren Projekt darstellen .

Über die russlanddeutschen Künstler und Dichter aus Russland, die nach Deutschland eingereist sind, hatte Verein IRWA auf seiner Webseite www.irwa-v.de so ein Projekt 2010 durchgeführt und mit einer Kunst- und Dichtergalerie dargestellt.

Um das Projekt „Russlanddeutsche Wissenschaftler in Deutschland“ zu verwirklichen, brauchen wir von unseren Wissenschaftler Hilfe und Teilnahme, unabhängig vom Alter, Berufstätigkeit und Ehrenamtliche Arbeit.

Dr.Edgar Flick, Vorsitzender IRWA
Stellv. Mietglied des Landesbeirates für Vertriebenen,
Flüchtlings und Spätaussiedlerfragen des Landes NRW
Tel.0221 799817
www.irwa-v.de
edgflick@gmail.com
auskunft@irwa-v.de