Donnerstag, 23. November 2017 - 23:12
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Memorandum

Anlässlich des 70. Jahrestags des Erlasses vom 28. August 1941, der die Deportation und schließlich die jahrzehntelange Entrechtung der deutschen Minderheit in der Sowjetunion eingeleitet hat, hat der Osteuropahistoriker Viktor Krieger von der Universität Heidelberg eine Denkschrift vorbereitet, in der er die historischen Hintergrunde, der Kampf um Bürgerrechte und Gleichberechtigung, die Bewegung zur Wiederherstellung der gesetzwidrig aufgelösten Wolgarepublik, die gegenwärtige Situation dieser Volksgruppe in der Russländischen Föderation (RF) und in Deutschland beleuchtet.
Die Aktualität seiner Arbeit ergibt sich aus der Tatsache, dass inzwischen in Deutschland an die 2,7 Millionen Bundesbürger russlanddeutscher Herkunft verschiedener Generationen wohnhaft sind und in Russland nicht weniger als 0,5 Millionen Deutsche leben. Mit diesem Memorandum weist Krieger überzeugend nach, dass in der heutigen RF diese Minderheit im Vergleich zu anderen Nationalitäten nach wie vor gravierenden Benachteiligungen in politischen, sprachlichen und soziokulturellen Bereichen ausgesetzt ist. Andererseits bestehen in Deutschland weiterhin schwerwiegende Defizite, historische Erlebnisse der Millionen russlanddeutschen Bundesbürger als Teil der nationalen bzw. der europäischen Erinnerungskultur wahrzunehmen.

Memorandum Denkschrift (PDF) herunterladen.