Dienstag, 28. März 2017 - 02:44
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Russland will die Russlanddeutschen zurücklocken


Während manche zurück wollen, weil sie sich isoliert fühlen, die russische Kultur vermissen und Probleme beim Erlernen der deutschen Sprache haben, sagt Welt, die Aussicht auf gut bezahlte Arbeit bleibt ein großer Anziehungsfaktor.

"Viele Volksdeutsche in Deutschland leiden an Komplexen, da ihre Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden, mit der Folge das Lehrer und Ingenieure als Putzkräfte arbeiten, sagt Welt. "Jetzt haben sie eine Chance, ihre Qualifikationen zu nutzen." Nach Angaben der Organisation hat allein Kasachstan in den letzten beiden Jahren mehr als 2000 Deutschen neue Pässe vergeben. Nur ein Rinnsaal? Was auch immer einen Volksdeutschen dazu bringt, nach Russland zurückzukehren, einige meinen, man sollte nicht zu viel auf die Zahlen der Russland-Rückkehrer geben. Die aktuelle Zahl schwankt in den Berichten. Die russische Website "Russland-aktuell" berichtet, dass in Kaliningrad, trotz 12.000 Anfragen im letzten Jahr, nur 17 Menschen in die boomende Exklave gezogen sind die meisten von ihnen sind russische Familien aus Lettland.

Viktor Krieger, ein Russlandexperte von der Universität Heidelberg, sagt, dass nur ein Bruchteil der Russlanddeutschen Deutschland verlässt. Mehr als 95 Prozent von ihnen bleibt, da sie hier verwurzelt sind und als gleichgestellte Landsleute behandelt werden, sagt Krieger.

Das Problem an Moskaus Plänen, die Russlanddeutschen zurück zu locken, ist, das sie nicht ein einziges Wort über die Wiederbelebung der russlanddeutschen Gemeinschaft in Russland beinhalten, etwa den Fokus auf die Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Gegenden zu legen, sagt Krieger: "Da steht nichts vom Aufbau eines deutschen Museums, einer Universität oder einem Forschungsinstitut für Russlanddeutsche Kultur".

Sonia Phalnikar